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 Buch Ethik Band 4 Teil II - Spinoza

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khatanka

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PostSubject: Buch Ethik Band 4 Teil II - Spinoza   Sat May 03, 2008 5:05 am

Definitionen
1. Unter gut verstehe ich das, von dem wir gewiß wissen, daß es uns nützlich ist.

2. Unter schlecht aber verstehe ich das, von dem wir gewiß wissen, daß es uns hindert, ein Gutes zu erlangen (s. hierüber das vorstehende Vorwort am Schluß).

3. Ich nenne die Einzeldinge zufällige, sofern wir, wenn wir bloß ihr Wesen ins Auge fassen, nichts finden was ihre Existenz notwendig setzt oder was sie notwendig ausschließt.

4. Ich nenne die Einzeldinge mögliche, wenn wir, sofern wir die Ursachen, durch welche sie hervorgebracht werden müssen, ins Auge fassen, nicht wissen, ob diese bestimmt sind, sie hervorzubringen.

5. Unter entgegengesetzten Affekten werde ich im folgenden diejenigen verstehen, welche den Menschen nach verschiedenen Richtungen treiben, obgleich sie derselben Gattung angehören; wie Verschwendung und Geiz, welche Arten der Liebe sind, und nicht von Natur, sondern durch einen Nebenumstand Gegensätze sind.

6. Was ich unter Affekt für ein zukünftiges, gegenwärtiges und vergangenes Ding verstehe, habe ich in den beiden Anmerkungen zu Lehrsatz 18 im dritten Teil auseinandergesetzt; siehe diese.

(Es muß hier aber besonders darauf aufmerksam gemacht werden, daß wir uns die zeitliche Entfernung ebenso wie die räumliche nur bis zu einer gewissen Grenze deutlich vorstellen können; d.h., so wie alle Objekte, welche mehr als zweihundert Fuß von uns entfernt sind oder deren Abstand von unserem Standort die Entfernung überschreitet, die wir uns deutlich vorstellen, in gleich weiter Entfernung und auf der gleichen Fläche sich zu befinden scheinen, ebenso scheinen auch die Objekte, deren Existenz in einen Zeitpunkt fällt, der von der Gegenwart durch einen längeren Zeitraum getrennt ist, als wir deutlich vorzustellen pflegen, sämtlich gleich fern von der Gegenwart abzuliegen, und sie kommen uns wie gleichzeitige Dinge vor.)

7. Unter Zweck, um dessentwillen wir etwas tun, verstehe ich das Verlangen darnach.

8. Unter Tugend und Vermögen (Fähigkeit, Macht, Kraft) verstehe ich eins und dasselbe. Das heißt (nach Lehrsatz 7), die Tugend, sofern sie auf den Menschen bezogen wird, ist das eigentliche Wesen oder die eigentliche Natur des Menschen, sofern er die Macht hat, etwas zu bewirken, was durch die bloßen Gesetze seiner eigenen Natur begriffen werden kann.


Axiom
Es gibt in der Natur kein Einzelding, das nicht von einem andern mächtigeren und stärkeren übertroffen würde. Es gibt vielmehr immer ein anderes mächtigeres als das gegebene, von dem dieses zerstört werden kann.


Erster Lehrsatz
Nichts von dem, was eine falsche Idee Positives enthält, wird durch die Gegenwart des Wahren, sofern es wahr ist, aufgehoben.

Zweiter Lehrsatz
Wir leiden insofern, sofern wir ein Teil der Natur sind, welcher für sich allein, ohne andere, nicht begriffen werden kann.

Dritter Lehrsatz
Die Macht (Kraft), mit welcher der Mensch im Existieren verharrt, ist eine beschränkte und wird von dem Vermögen der äußern Ursachen unendlich übertroffen.

Vierter Lehrsatz
Es ist unmöglich, daß der Mensch kein Teil der Natur sei und daß er keine andere Veränderungen erleiden könne als solche, die aus seiner Natur allein begriffen werden können und deren adäquate Ursache er ist.

Fünfter Lehrsatz
Die Macht und das Wachstum eines jeglichen Leidens und sein Verharren in der Existenz erklärt sich nicht durch das Vermögen, womit wir in der Existenz zu verharren streben, sondern aus dem Vermögen der äußern Ursache, verglichen mit dem unserigen.

Sechster Lehrsatz
Die Macht irgendeines Leidens oder Affekts kann die übrigen Handlungen des Menschen oder sein Vermögen übertreffen, derart, daß der Affekt dem Menschen hartnäckig anhaftet.

Siebenter Lehrsatz
Ein Affekt kann nicht anders gehemmt oder aufgehoben werden als durch einen andern, entgegengesetzten und stärkeren Affekt.

Achter Lehrsatz
Die Erkenntnis des Guten und Schlechten ist nichts anderes als der Affekt der Lust oder Unlust, sofern wir uns desselben bewußt sind.

Neunter Lehrsatz
Ein Affekt, von dessen Ursache wir uns vorstellen, daß sie in der Gegenwart bei uns ist, ist stärker, als wenn wir uns vorstellen, daß sie nicht bei uns ist.

Zehnter Lehrsatz
Gegen ein zukünftiges Ding, von dem wir uns vorstellen, daß es in Bälde gegenwärtig sein wird, werden wir kräftiger erregt, als wenn wir uns vorstellen, da die Zeit seiner Existenz von der Gegenwart weiter entfernt ist. Und durch die Erinnerung an ein Ding, von dem wir uns vorstellen, daß es noch nicht lange vergangen ist, werden wir ebenfalls kräftiger erregt, als wenn wir uns vorstellen, daß es schon lange vergangen ist.

Elfter Lehrsatz
Der Affekt gegen ein Ding, das wir als notwendig vorstellen, ist bei sonst gleichen Umständen kräftiger als gegen ein mögliches oder zufälliges, d.h. nicht notwendiges.

Zwölfter Lehrsatz
Der Affekt gegen ein Ding, von dem wir wissen, daß es in der Gegenwart nicht existiert und das wir uns als möglich vorstellen, ist bei sonst gleichen Umständen kräftiger als gegen ein zufälliges.

Dreizehnter Lehrsatz
Der Affekt gegen ein zukünftiges Ding, von dem wir wissen, daß es in der Gegenwart nicht existiert, ist bei sonst gleichen Umständen schwächer als der Affekt gegen ein vergangenes Ding.

Vierzehnter Lehrsatz
Die wahre Erkenntnis des Guten und Schlechten kann, sofern sie zwar ist, keinen Affekt einschränken, sondern nur, sofern sie als Affekt betrachtet wird.

Fünfzehnter Lehrsatz
Die Begierde, welche aus der Erkenntnis des Guten und Schlechten entspringt, kann durch viele andere Begierden, welche aus Affekten, die uns bestürmen, entspringen, erstickt oder eingeschränkt werden.

Sechzehnter Lehrsatz
Die Begierde, welche aus der Erkenntnis des Guten und Schlechten entspringt, sofern sich diese Erkenntnis auf die Zukunft bezieht, kann leichter durch die Begierde nach Dingen, die in der Gegenwart angenehm sind, eingeschränkt oder erstickt werden.

Siebzehnter Lehrsatz
Die Begierde, welche aus der wahren Erkenntnis des Guten und Schlechten entspringt, sofern sich diese um zufällige Dinge dreht, kann noch um vieles leichter durch die Begierde nach Dingen, welche gegenwärtig sind, gehemmt werden.

Achtzehnter Lehrsatz
Die Begierde, welche aus der Lust entspringt, ist, bei sonst gleichen Umständen, stärker als die Begierde, welche aus der Unlust entspringt.

Neunzehnter Lehrsatz
Jeder verlangt oder verschmäht nach den Gesetzen seiner Natur notwendig das, was er für gut oder für schlecht hält.

Zwanzigster Lehrsatz
Je mehr jemand strebt und vermag, das ihm Nützliche zu suchen, d.h., sein Sein zu erhalten, desto tugendhafter ist er; und umgekehrt, sofern jemand unterläßt, das ihm Nützliche zu suchen, d.h., sein Sein zu erhalten, insofern ist er unvermögend.

Einundzwanzigster Lehrsatz
Niemand kann begehren, glückselig zu sein, gut zu handeln und gut zu leben, ohne daß er zugleich begehrt zu sein, zu handeln und zu leben, d.h. zu existieren.

Zweiundzwanzigster Lehrsatz
Keine Tugend kann früher als diese (nämlich das Bestreben, sich zu erhalten) begriffen werden.

Dreiundzwanzigster Lehrsatz
Sofern ein Mensch zu irgendeiner Tätigkeit dadurch bestimmt wird, daß er inadäquate Ideen hat, kann nicht absolut von ihm gesagt werden, er handle aus Tugend; sondern dies kann nur geschehen, sofern er dadurch bestimmt wird, daß er erkennt.

Vierundzwanzigster Lehrsatz
Absolut aus Tugend handeln ist nichts anderes in uns, als nach, der Leitung der Vernunft handeln, leben, sein Sein erhalten (diese drei Ausdrücke bezeichnen dasselbe) aus dem Grunde, daß man den eigenen Nutzen sucht.

Fünfundzwanzigster Lehrsatz
Niemand strebt, sein Sein um eines andern Dinges willen zu erhalten.

Sechsundzwanzigster Lehrsatz
Alles das, wonach -wir aus Vernunft streben, ist nichts anderes als das Erkennen; und der Geist beurteilt, sofern er von der Vernunft Gebrauch macht, nur das als für ihn nützlich, was zur Erkenntnis führt.

Siebenundzwanzigster Lehrsatz
Nur von dem, was in Wahrheit zur Erkenntnis fahrt oder uns an der Erkenntnis hindert, wissen wir gewiß, daß es gut oder schlecht ist.

Achtundzwanzigster Lehrsatz
Das höchste Gut des Geistes ist die Erkenntnis Gottes, und die höchste Tugend des Geistes ist, Gott erkennen.

Neunundzwanzigster Lehrsatz
Ein Einzelding, dessen Natur von der unsrigen durchaus verschieden ist, kann unser Tätigkeitsvermögen weder fördern noch hemmen. Überhaupt kann kein Ding für uns gut oder schlecht sein, wenn es nicht etwas mit uns gemeinsam hat.

Dreißigster Lehrsatz
Kein Ding kann durch das, was es mit unserer Natur gemeinsam hat, schlecht sein, sondern sofern es für uns schlecht ist, insofern ist es uns entgegengesetzt.

Einunddreißigster Lehrsatz
Sofern ein Ding mit unserer Natur übereinstimmt, insofern ist es notwendig gut.

Zweiunddreißigster Lehrsatz
Sofern die Menschen den Leiden unterworfen sind, insofern kann man nicht sagen, daß sie von Natur übereinstimmen.

Dreiunddreißigster Lehrsatz
Die Menschen können von Natur voneinander abweichen, sofern sie von Affekten, welche Leiden sind, bestürmt werden; sofern ist auch ein und derselbe Mensch veränderlich und unbeständig.

Vierunddreißigster Lehrsatz
Sofern die Menschen von Affekten, welche Leiden sind, bestürmt werden, können sie einander entgegengesetzt sein.

Fünfunddreißigster Lehrsatz
Sofern die Menschen nach der Leitung der Vernunft leben, insofern allein stimmen sie von Natur immer notwendig überein.

Sechsunddreißigster Lehrsatz
Das höchste Gut derjenigen, welche der Tugend nachwandeln, ist allen gemeinsam, und alle können sich gleicherweise desselben erfreuen.

Siebenunddreißigster Lehrsatz
Das Gut, welches jeder, der der Tugend nachwandelt, für sich, begehrt, wünscht er auch den übrigen Menschen, und um so mehr, je größer seine Erkenntnis Gottes ist.

Achtunddreißigster Lehrsatz
Das, was den menschlichen Körper so disponiert, daß er auf viele Weisen erregt werden kann, oder was ihn fähig macht, äußere Körper auf viele Weisen zu erregen, das ist dem Menschen nützlich, und um so nützlicher, je fähiger der Körper dadurch gemacht wird, auf viele Weisen erregt zu werden und andere Körper zu erregen. Umgekehrt ist das schädlich, was den Körper hiezu unfähiger macht.

Neununddreißigster Lehrsatz
Das, was bewirkt, daß das Verhältnis von Bewegung und Ruhe, welches die Teile des menschlichen Körpers zueinander haben, erhalten wird, ist gut. Umgekehrt ist das schlecht, was bewirkt, daß die Teile des menschlichen Körpers ein anderes Verhältnis der Bewegung und Ruhe zueinander annehmen.

Vierzigster Lehrsatz
Was zur gemeinsamen Vereinigung der Menschen führt oder was bewirkt, daß die Menschen in Einfracht leben, ist nützlich, dagegen ist das schlecht, was Zwietracht in den Staat bringt.

Einundvierzigster Lehrsatz
Lust ist an und für sich nicht schlecht, sondern gut; Unlust hingegen ist an und für sich schlecht.

Zweiundvierzigster Lehrsatz
Wohlbehagenkann kein Übermaß haben, sondern ist immer gut; Mißbehagen dagegen ist immer schlecht.

Dreiundvierzigster Lehrsatz
Wollust kann ein Übermaß haben und schlecht sein; Schmerz aber kann insofern gut sein, sofern Wollust oder Lust schlecht ist.

Vierundvierzigster Lehrsatz
Liebe und Begierde können ein Übermaß haben.

Fünfundvierzigster Lehrsatz
Der Haß kann niemals gut sein.

Sechsundvierzigster Lehrsatz
Wer nach der Leitung der Vernunft lebt, strebt, soviel er kann, den Haß, den Zorn, die Verachtung usw. anderer gegen ihn durch Liebe oder Edelsinn zu vergelten.

Siebenundvierzigster Lehrsatz
Die Affekte der Hoffnung und Furcht können nicht an und für sich gut sein.

Achtundvierzigster Lehrsatz
Die Affekte der Überschätzung und Unterschätzung sind immer schlecht.

Neunundvierzigster Lehrsatz
Überschätzung macht leicht den Menschen, der überschätzt wird, hochmütig.

Fünfzigster Lehrsatz
Mitleid ist bei einem Menschen, der nach der Leitung der Vernunft lebt, an und für sich schlecht und unnütz.

Einundfünfzigster Lehrsatz
Gunst widerstreitet der Vernunft nicht, sondern kann mit ihr übereinstimmen und aus ihr entspringen.

Zweiundfünfzigster Lehrsatz
Selbstzufriedenheit kann aus der Vernunft entspringen, und nur diese aus der Vernunft entspringende Zufriedenheit ist die höchste, welche es geben kann.

Dreiundfünfzigster Lehrsatz
Niedergeschlagenheit ist keine Tugend oder entspringt nicht aus der Vernunft.

Vierundfünfzigster Lehrsatz
Reue ist keine Tugend oder entspringt nicht aus der Vernunft; sondern der, welcher eine Tat bereut, ist doppelt gedrückt oder unvermögend.

Fünfundfünfzigster Lehrsatz
Der größte Hochmut und der größte Kleinmut ist die größte Unkenntnis seiner selbst.

Sechsundfünfzigster Lehrsatz
Der größte Hochmut und der größte Kleinmut bekundet das größte geistige Unvermögen.

Siebenundfünfzigster Lehrsatz
Der Hochmütige liebt die Nähe von Schmarotzern oder Schmeichlern, haßt aber die der Edelgesinnten.

Achtundfünfzigster Lehrsatz
Ehre (Ehrfreude) widerstreitet der Vernunft nicht, sondern kann aus ihr entspringen.

Neunundfünfzigster Lehrsatz
Zu allen Handlungen, zu welchen wir durch einen Affekt, welcher ein Leiden ist, bestimmt werden, können wir auch ohne denselben durch die Vernunft bestimmt werden.

Sechzigster Lehrsatz
Die Begierde, welche aus einer Lust oder Unlust entspringt, die sich auf einen oder einige, nicht aber auf alle Teile des Körpers bezieht, hat keine nützliche Beziehung für den ganzen Menschen.

Einundsechzigster Lehrsatz
Die Begierde, welche aus der Vernunft entspringt, kann kein Vermaß haben.

Zweiundsechzigster Lehrsatz
Sofern der Geist die Dinge nach dem Gebot der Vernunft begreift, wird er in gleicher Weise erregt, mag die Idee die eines Zukünftigen, vergangenen oder gegenwärtigen Dinges sein.

Dreiundsechzigster Lehrsatz
Wer von der Furcht geleitet wird und das Gute tut, um das Schlechte zu verhüten, der wird nicht von der Vernunft geleitet.

Vierundsechzigster Lehrsatz
Die Erkenntnis des Schlechten ist eine inadäquate Erkenntnis.

Fünfundsechzigster Lehrsatz
Unter der Leitung der Vernunft werden wir von zwei Gütern das größere und von zwei Übeln das kleinere wählen.

Sechsundsechzigster Lehrsatz
Unter der Leitung der Vernunft werden wir ein größeres künftiges Gut einem geringeren gegenwärtigen und ein kleineres gegenwärtiges Übel einem größeren künftigen vorziehen.

Siebenundsechzigster Lehrsatz
Der freie Mensch denkt über nichts weniger als über den Tod; und seine Weisheit ist nicht ein Nachdenken über den Tod, sondern über das Leben.

Achtundsechzigster Lehrsatz
Wenn die Menschen als frei geboren wurden, so würden sie, solange sie frei bleiben, keine Begriffe von gut und schlecht bilden.

Neunundsechzigster Lehrsatz
Die Tugend des freien Menschen zeigt sich ebenso groß in Vermeidung als in Überwindung von Gefahren.

Siebzigster Lehrsatz
Der freie Mensch, der unter Unwissenden lebt, sucht sosehr als möglich ihren Wohltaten auszuweichen.

Einundsiebzigster Lehrsatz
Nur die freien Menschen sind gegeneinander recht dankbar.

Zweiundsiebzigster Lehrsatz
Der freie Mensch Handelt niemals arglistig, sondern stets aufrichtig.

Dreiundsiebzigster Lehrsatz
Der Mensch, der von der Vernunft geleitet wird, ist freier in einem Staate, wo er nach gemeinschaftlichem Beschlusse lebt, als in der Einsamkeit, wo er sieh allein gehorcht.
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